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Freitag, 6. Mai 2011

mir fällt mal kein Titel ein, möp

Unter anderen ist die liegende Acht ein Symbol für die Unendlichkeit, nicht nur in der Mathematik. Wie schön ist doch der Gedanke daran, für ewig zu leben, selbst nach dem Tod!
Das nimmt vielen die Angst vorm Ende und gibt wieder Freude am Leben.
Doch was ist, wenn einer das Leben fürchtet und Sterben zur Option wird? Wird da der Gedanke an Unendlichkeit unerträglicher als das Leben selbst?
Und wer hat sich das Wort ausgedacht, wenn niemand weiß, wie Unendlichkeit aussieht?



Ich habe eine Weile nicht gebloggt, da ich mein letztes Wochenende verlängert habe, um die Goldhochzeit meiner Großeltern in Polen zu feiern. Was Spannendes ist seitdem nicht passiert, was ich hier berichten könnte - daher kriegt ihr eines meiner Werke aus der Schreibwerkstatt (die leider schon vorbei ist).
Am Sonntag treffe ich Sarina von caught in cloudland wieder - ENDLICH, NACH 2 JAHREN, yeehaa.

Was wird euer Wochenende versüßen? Und verdammt, was schenke ich meiner Mutter nur (immer diese Mütter, die im Mai auch noch Geburtstag haben müssen...)

Mittwoch, 20. April 2011

Schreibwerkstatt Hoffnung

Überfüllte Seminare, die für unsere Dozenten immer noch überraschend erscheinen, fordern Maßnahmen. Wir haben (zum Glück) keine Vorlesungen, die es (einigermaßen) für über 70 Studierende möglich machen, etwas zu lernen. Sitzen aber 70 Studierende in einem Seminar, die auch Arbeitsphasen etc. beinhalten, sieht das ganze doch etwas anders aus. Manche Dozenten ertragen das, andere suchen nach Lösungen.
So ist bei mir aus einem Seminar eine Schreibwerkstatt geworden, es war mein Hoffnungsseminar. Wir beschäftigen uns weiterhin mit dem Thema "Hoffnung", nur diesmal literarisch und mit einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin unserer FH.

Manchmal sind Notlösungen echt super! Wir lernen und kriegen auch die Chance, unseren Gedanken freien Lauf zu lassen. Freie Assoziationen, freie Wortwahl - ja, wir machen unsere Seele ziemlich nackig!
Unsere erste Aufgabe war, schon vor der ersten Lerneinheit, 5 Sätze zu "Hoffnung" zu schreiben. Mein Ergebnis:
Ich habe Hoffnung.
Hoffe auf ein Wunder.
Das Wunder kommt mit der Zeit, kommt die Zeit nicht, geht die Hoffnung.
Dann geht die Hoffnung weiter.
Wir haben Hoffnung.

Einige der Ergebnisse wurden dann in der nächsten Einheit vorgestellt. Viele Sätze waren persönlich, andere poetisch oder auch wissenschaftlich (wollt ihr wissen, warum Pessimisten länger leben?)
Aus einem poetischen Stück, in dem viele Symbole à la Regenbogen, Goldtopf und Sonne zu finden waren, sollten wir weiterschreiben. Die drei Worte "die strahlende Sonne", die der junge Kerl verwendet hat, sollten wir auch einbinden. Wir hatten 10 Minuten Zeit zum schreiben:
Gestern, heute und auch morgen mache ich mir so meine Sorgen. Nicht etwa über die strahlende Sonne, die unsere Galaxie vielleicht mal irgendwie und irgendwann zerstören wird. Ein weiter Blick in die Zukunft ist nicht nötig, wenn in der Gegenwart nicht zur die Sonne strahlt. Ein naher Blick in die Zukunft soll mir nur zeigen, dass alles gut wird. Die Erde soll nicht mit der Sonne um die Wette strahlen.

Morgen ist die zweite Einheit, wir haben eine Aufgabe erhalten. Es sollten wieder fünf Sätze werden, jedoch sollte der letzte bei allen gleich lauten:
Die Sonne geht unter und mit ihr der Gedanke an uns.
Mit ihr tauche ich in die Dunkelheit ein.
Wer wohl tiefer sinkt?
Niemand, denn am nächsten Morgen klettern wir wieder rauf, ein neuer Tag beginnt, eine neue Hoffnung.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

(did I mention the Kitsch?)